Warten – für nix!

Ich hatte einen Termin vereinbart mit einem Interessenten für eine Villa, etwas außerhalb vor Wien.

Insgesamt 5 Mal hatten wir im am Vorabend telefoniert um Details, sowie die genaue Lage ausführlich abzuklären.

Vereinbart war der Termin für 13 Uhr. So gegen 10 Uhr habe ich mir den Termin nochmals telefonisch bestätigen lassen – passt Alles.

Ich also so gegen 11 Uhr auf dem Weg zum Termin. Warum so lang vorher?
1. Wegen meines längeren Anfahrtsweges und
2. Weil hier alle Außenläden geöffnet, Licht aufgedreht, einmal durchgelüftet usw. muss, was bei einer derart großen Liegenschaft doch etwas zeitaufwendig ist.

Bedeutet im Klartext: pro Besichtigung hatte ich bei diesem Haus eine Vorlaufzeit von ca. 2 Stunden.

Ich war Punkt 12:45 fertig und bereit für die Kunden. So gegen 13:10 Uhr rief ich an um zu fragen, wie lange sie denn noch brauchen würden.

Ich erhielt die Antwort, dass sie sich um ca. 30 Minuten verspäten werden. Nun gut. Schön wäre zwar gewesen, wenn sie mich auch darüber informiert hätten, aber: kann ja mal passieren.

Um 13:45 Uhr rief ich nochmals an, wo ich die Antwort erhielt, dass es wohl noch ca. 20 Minuten dauern wird. Ok! Erfreut war ich natürlich nicht, aber ärgern bringt nun auch nichts.

Um 14:30 Uhr (!!!!) rief ich dann nochmal an, wo mir der Kunde mitteilte, dass er nun in ca. 15 Minuten da sein wird, er mir aber (UND JETZT KOMMT´S!!) jetzt schon sagen kann, dass Sie dieses Haus sicher nicht kaufen werden, weil ihnen die Lage nicht gefällt.

Die genaue Adresse hatte er bereits 14 Tage vorher erhalten, er hatte nur vorher keine Zeit für einen Termin.

Über die exakte Lage haben wir auch einen Tag zuvor ausführlich gesprochen.

ABER! Es kam noch dreister, denn der Kunde meinte: ich solle trotzdem auf ihn warten, weil wenn sie schon da sind, möchten sie sich das Haus „just for fun“ trotzdem ansehen.

Es kostete mich wirklich sehr viel Körperbeherrschung ihm NICHT zu sagen, was ich wirklich von ihm halte!

Ich sagte ihm lediglich, dass ich für ihn nun keine Zeit mehr habe, verschloss wieder Alles und fuhr zurück.

Resümee dieses Arbeitstages: ein gesamter Nachmittag verschi…… und ca. 100 Kilometer gefahren für NIX!

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von Anders Noren.

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