Die beratungsresistete Verkäuferin

Ich wurde von einer Dame angerufen, welcher ich empfohlen wurde und die eine Wohnung zu verkaufen hatte in einem der Hochhäuser in Wien.

Wir vereinbarten einen Termin in der Wohnung, damit ich mir einen Eindruck zu der Situation machen kann.

Natürlich hatte ich mich auf den Termin vorbereitet, weshalb ich bereits vor Ort eine ziemlich genaue Preiseinschätzung abgeben konnte.

Am Ende der Begehung sprach ich mit der Dame darüber, dass ich ihren Preis überzogen finde und begründete meine Einschätzung. Sie war darüber völlig entrüstet und fragte mich, was ich mir für eine Frechheit herausnehme so etwas zu sagen!

Immerhin waren bereits 5 Makler hier und keiner davon, hat ihr etwas erwidert, sondern die Wohnung zu den von ihr genannten Konditionen angeboten.

Daraufhin fragte ich sie, wie lange sie denn schon versucht die Wohnung zu verkaufen. 1,5 Jahre lautete die Antwort!!!!

Ich versuchte ihr – möglichst freundlich- zu sagen, ob ihr denn nicht selbst klar wäre, dass hier irgendwas schiefläuft???

Sie war allerdings absolut uneinsichtig und bat mich die Wohnung zu verlassen. Dies tat ich dann natürlich auch, hinterließ ihr aber meine Visitenkarte und sagte ihr, dass sie sich gerne bei mir melden kann, sollte ich dennoch einmal behilflich sein können.

Es vergingen insgesamt weitere 1,5 Jahre und ich hatte die Angelegenheit schon völlig vergessen, als sie mich erneut anrief.

Nunmehr war sie komplett verzweifelt und frustriert und fragte mich nach einer neuerlichen Einschätzung. Ich teilte ihr mit, dass sich diese zu unserem letzten Termin nicht wesentlich geändert habe.

Sie bat mich, die Wohnung nunmehr zu betreuen, allerdings um ca. 15.000,- mehr als zu dem von mir genannten Preis. Den anderen Maklern habe sie Allen den Auftrag entzogen, weil da sowieso nix weiterginge.

Also begann ich aktiv mit der Vermarktung für die Wohnung und es gelang mir innerhalb von nur 1 Woche einen Käufer zu finden, welcher bereit war EXAKT den Preis zu bezahlen, den ich von Anfang an genannt habe – ich habe ihn diesbezüglich aber in keiner Art und Weise beeinflusst!

10 Tage nach der Beauftragung saßen wir dann beim Notar zur Unterzeichnung und die Verkäuferin gestand mir, dass sie doch gleich auf mich hören hätte sollen und mich nicht so anbeißen hätte dürfen.

Dann hätte sie sich zumindest 1,5 Jahre unnötige Fixkosten erspart!

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von Anders Noren.

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