Der motivierte Student

Im Jahre 2006 interessierte sich eine wunderschöne, wohlhabende Dame aus Italien für eine repräsentative Bleibe für ihre immer wiederkehrenden Kurzaufenthalt in Wien.

In einem Luxus-Hotel der Wiener Innenstadt wurde ein Penthouse gefunden welches allen Ansprüchen gerecht wurde und eine Besichtigung mit ihr und einem Bekannten wurde vereinbart.

Der Bekannte war ein junger Herr und sah aus wie das typische Bild eines Studenten – was man so halt hat. (Was NICHT negativ gemeint ist!!!)

Die Besichtigung lief sehr erfolgreich und die Dame beschloss dieses Penthouse anzukaufen.

Als wir uns über alle Details einig waren unterzeichnete sie ein Kaufanbot um es zu fixieren.

Die Freude bei allen Beteiligten war natürlich sehr groß!

Beim Verlassen des Hotels ging die Dame voraus und der „Student“ hielt kurz inne, wandte sich zu mir und meinte:

„So, werte Kollegin. Wie machen wir das nun mit der Provision?“

Ich war etwas verblüfft, da sich der junge Mann plötzlich als „Kollege“ entpuppte, davor jedoch mehrfach erwähnt hat er sei ein guter Bekannter der Dame, woraufhin ich mit –wahrscheinlich sehr verdutztem Gesicht- fragte was genau er denn meine?

Er teilte mir mit, dass er „so nebenbei“ makle und sich damit ein Zubrot verdient. Er sucht sich interessante Objekte von Kanzleien aus und sucht dann einen vielleicht passenden Käufer. (Bitte nicht mich fragen wie genau er das anstellt??)

Prinzipiell ist gegen ein Teilungs-Geschäft zwischen Kollegen niemals etwas einzuwenden. Die ganze Art und Weise, wie der junge Mann das Geschäft jedoch anbahnen wollte erschien mir dermaßen unseriös, dass ich ihm sagte, dass ich keinerlei Anlass für eine Provisionsteilung sehe, da er ja nur „nebenbei“ makle und er sich auch niemals als ein Kollege deklariert hat.

Schade für den jungen Herren, denn hätte er sich früher geoutet wäre das vielleicht (je nachdem WIE „nebenbei“ er makle) ein sehr schönes Geschäft für ihn geworden!

Denn abgesehen vom Ankauf des Penthouses hat sich mich danach jahrelang intensiv beauftragt bis hin zum Wiederverkauf des Penthouses einige Jahre später!

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von Anders Noren.

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