Eine private Erfahrung mit einem der „anderen“ Makler

Nach dem Verkauf des Hauses meiner Schwiegereltern waren wir auf der Suche nach einer neuen Bleibe und vereinbarten einen Termin mit einem Makler, welcher in dieser Region stark vertreten ist und (seinen eigenen Angaben nach) bereits seit Jahrzehnten erfolgreich tätig ist.

Beim Besichtigungstermin schloss der Makler die Türe auf und ZACK weg war er.Wir gingen etwas zaghaft durch, sahen uns Alles an und als wir damit fertig waren, suchten wir den Kollegen. Letztendlich fanden wir ihn rauchend auf der Terrasse stehen.

Wir hatten einige Fragen, die er uns leider allesamt nicht beantworten konnte. Dafür müssen wir einen Termin im Büro ausmachen. Ich fand das zwar Ungewöhnlich, aber ok. Da der Kollege ja bereits seit Jahrzehnten erfolgreich tätig ist, hat er eine andere Arbeitsweise – vielleicht kann ich dabei ja noch was lernen?

Einige Tage später fand dann dieser Termin statt. Schon beim Eintreten waren wir etwas geschockt. Das „Büro“ war tatsächlich die ausgebaute Garage, war bis oben hin vollgestopft mit Akten, Bene Ordnern, war furchtbar dreckig und es stank bestialisch nach abgestandenem Rauch. Der riesige, ungepflegte Hund, welcher uns auf Schritt und Tritt folgte, verbesserte die Situation nicht wirklich!

Bitte nicht falsch verstehen! Ich habe selbst einen großen Hund und rauche auch. Doch NIEMALS (!!!!) wurde auch nur eine einzige Zigarette in meinem Büro geraucht und würde ich meinen Kunden niemals meinen Hund „zumuten“.

Wir nahmen also an einem runden Tisch Platz, wo bereits ein anderes, älteres Ehepaar saß. Der Makler nahm am anderen Ende des Raumes auf seinem Schreibtisch Platz und hinter all den aufgestapelten Aktenordner konnten wir gerade noch erkennen, dass er die Zeit offensichtlich für eine Zigarette nützte.

Da er keinerlei Bemühungen für ein Gespräch startete, übernahm ich das und es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Ehepaar um die Vermieter handelte.

Wir klärten alle Fragen und konnten uns einig werden, weshalb ich den Makler um das Mietanbot ersuchte, damit wir das dingfest machen können.

Seine Antwort auf diese Bitte schlug dem Fass den Boden aus, denn diese war „na hams a Geld mit? Denn ohne Zahlung der Provision gibt’s bei mir sicher ka Mietanbot!“

Das war doch wirklich das Tüpfelchen auf dem i und passte perfekt in die bisherigen Erfahrungen, die wir mit diesem Makler gemacht haben!

Ich war in meiner Eigenschaft als Schwiegertochter mit den Schwiegereltern mitgekommen um sie dabei zu unterstützen und habe mich auch als solche verhalten. Doch das war der Moment, wo ich mich „outen“ musste und den Kollegen über die rechtlichen Gegebenheiten aufklären musste. Nämlich z.B. dass er bislang gar keinen Provisionsanspruch hat!

Ziemlich sauer über diese Ansage gab er uns dann widerwillig ein Mietanbot, welches nur so vor Fehlern strotze und ich bis heute bei Schulungen verwende um zu zeigen, wie man es NICHT macht!

Zusammenfassend kann man aber sagen, wäre ich nicht dabei gewesen um das Gespräch zu führen und die Situation zu klären, hätten sich meine Schwiegereltern umgedreht und wären gegangen – das haben sie mir danach auch so gesagt.

Dieser Makler hätte –aufgrund seiner Geldgier- erfolgreich ein Geschäft zerstört, wo beide Parteien absolut abschlusswillig waren.

Wenn Ihr diesen Blog ein wenig verfolgt, seht ihr vielleicht, dass wir unser Geld keineswegs einfach verdienen und ich habe noch NIEMALS mit einem Makler über seine Provision verhandelt.

Doch dass dieser Makler hier volle Provision bekommen hat, hat mich wirklich so richtig genervt! Denn genau DER ist so einer, wo sich die Kunden dann –völlig zu Recht!!!!!- beschweren und sagen, dass er für seine Provision absolut NICHTS geleistet hat!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

von Anders Noren.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: