Alle Makler sind absolut überbezahlt!

Dies ist ein sehr weitverbreiteter Glaube!

Ich gestehe gerne ein, dass es für manche Kunden diesen Anschein haben mag. Gerade für Schnellentschlossene, welche zu einer Besichtigung kommen und sich dann sofort für die Immobilie entscheiden.

Was die Kunden allerdings nicht sehen ist:

Die intensive Aufbereitung jedes Objektes noch BEVOR wir sie überhaupt anbieten können. Dies ist oft verbunden mit aufwendigen (und kostenpflichtigen) Behördenwegen, Aktenerhebungen, usw.

Auch die Inserationen (damit der interessierte Kunde uns überhaupt findet) sind keinesfalls kostenfrei! Die Plattformen wissen, dass wir auf sie angewiesen sind und dementsprechend hoch sind die Preise. Wir sind eine kleine Kanzlei, doch ich darf Euch versichern: allein die Werbespesen fressen mehrere tausend Euro jeden Monat!

Und das Alles: noch lange BEVOR der erste Interessent die Immobilie überhaupt betreten hat!!! Erst dann kommt der Vermarktungszeitraum.

Schön ist es natürlich, wenn die Immobilie –nach all der Vorlaufarbeit- dann schnell vermittelt wird. Doch ist das nicht immer der Fall. Oft stecken da Wochen/Monate, ja manchmal sogar Jahre dahinter!

Meine längste Vermittlungsdauer für ein Objekt (war für mich ein Herzensprojekt, weshalb ich nicht aufgegeben habe!) war 7 Jahre. JA, Ihr habt richtig gelesen – 7 Jahre!!!!!!

Ich darf Euch versichern, allein mit den Werbespesen war dieses Projekt ein reines Verlustgeschäft! Unsere Arbeitszeit sowie andere „Kleinigkeiten“ (Handy, Auto usw usw) ist bei all den Überlegungen noch gar nicht eingerechnet!

Woraus resultieren lange Vermarktungszeiträume? In den häufigsten Fällen ist es, weil der Verkäufer/Vermieter beratungsresistent ist und Faktoren fordert, die einfach nicht erzielbar sind. Allerdings kommt es auch immer wieder vor, dass es sich um spezielle Immobilien handelt, wo der Kundenkreis sehr klein ist.

Wenn wir dann erfolgreich tätig waren und uns über unsere „riesige“ Honorarnote freuen, müssen die ganzen Abgaben (Steuern, Versicherung, etc.) bezahlt werden – danach haben wir oftmals Tränen in den Augen 😪

Abschließend darf ich sagen: bitte glaubt nicht, dass wir im Geld schwimmen! Denn allein unsere Spesen und Abgaben sind viel zu hoch, dass ich mir einen Geldspeicher bauen könnte – vom Füllen ganz zu schweigen 😁

Das ist also ein Mythos und entspricht keinesfalls der Wahrheit!

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von Anders Noren.

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